Waldbrände gehören mitunter zu den aufwändigsten Einsätzen im Feuerwehrwesen, da sie recht schnell große Ausmaße annehmen und viele Menschen und Material für eine effektive Bekämpfung aufgewendet werden müssen.
14. Juli
Beim Durchgang eines starken Gewitters um die Mittagszeit kam es zu einem Blitzeinschlag im Bereich Grieslehen unterhalb des Judenkopfes im Gemeindegebiet von Wildermieming. Durch die Blitzentladung fing die Vegetation im Einschlagsbereich Feuer, welches sich rasant durch einen Kamineffekt in Richtung Berg ausbreitete. Geschuldet der Tatsache, dass die Brandstelle weder per Fahrzeug, noch zu Fuß erreichbar war, konnten die Flammen nur mittels Hubschrauber bekämpft werden. Zeitweilig wurden bis zu 8 Hubschrauber (BMI, Eilikos und Bundesheer) eingesetzt um der Lage Herr zu werden. Als Waldbrandstützpunktfeuerwehr wurden wir zeitnah zur Unterstützung unserer Kameraden in Wildermieming alarmiert um zu einem späteren Zeitpunkt die Bodenbrandbekämpfung durchführen zu können. Aufgrund der extensiven Trockenheit im Einsatzgebiet, zeichnete sich schnell ab, dass an diesem ersten Einsatztag keine bodengebundene Brandbekämpfung vorgetragen werden konnte, da die Eindämmung aus der Luft absolute Priorität verlangte. Um einen reibungslosen Flugbetrieb zu gewährleisten, betreuten wir dann zum einen einen Löschwasserbehälter am Sprungplatz Tal und führten die Wasserversorgung für den Löschwasserbehälter am Sprungplatz Alplhütte durch. Mit der beginnenden Dunkelheit wurde der Flugbetrieb gegen 20:00 Uhr eingestellt und unsere Mannschaft konnte den Einsatz vorerst beenden.
Ursprünglich sollten wir dann am darauffolgenden Tag, den 15.7.2026 um 07:00 Uhr mit der Bodenbrandbekämpfung am Brandplatz beginnen. Dieser Einsatz musste allerdings aufgrund der vorherrschenden Wetterbedingungen (starker Regen, gepaart mit tief hängenden Wolken) gestrichen werden beziehungsweise um einen Tag nach hinten verschoben werden.
Unsere Mannschaft traf wie vereinbart kurz vor 7 Uhr am Absprungplatz ein, um nach einer Lage- und Einsatzbesprechung, mittels Bergetau zum Brandplatz ausgeflogen zu werden. Umgehend begannen unsere Kameraden die Arbeit aufzunehmen und konnten nahtlos an die Arbeit der Kameraden vom Vortag anknüpfen. Wie bereits in etlichen Proben beübt, mussten im vertikalen Abstand von 50cm Gräben in den Hang gegraben werden, um an die darunter liegenden Wurzeln zu gelangen. Nebst dem Löschen von Glutnestern kann so auch gewährleistet werden, dass das von den Hubschraubern abgeworfene Wasser in das Erdreich eindringen kann und so eine komplette Durchfeuchtung und vollumfängliche Brandbekämpfung gewährleistet werden kann. Gegen Mittag traf dann unsere Ablöse ein und wir wurden wieder per Lufttransport zurück ins Tal verlegt.
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